Selbstgehostet
Snapchat-Erinnerungen in Immich importieren
Wenn Sie Ihre eigene Foto-Bibliothek betreiben, kennen Sie das Spiel: Die Zeitleiste ist nur so gut wie die Metadaten in jeder Datei. Der Snapchat-Export hat keine, also gibt Ihnen das Ablegen in Immich direkt aus dem ZIP eine Wand aus Fotos, alle auf den Import-Tag datiert, ohne Ort. So machen Sie es richtig.
Das Prinzip: erst einbetten, dann importieren
Immich liest Aufnahmedatum, GPS und weitere Details aus den in jedem Foto und Video eingebetteten EXIF- und QuickTime-Metadaten. Snapchat entfernt das (hier ist, warum), die Aufgabe ist also, es zurückzuschreiben, bevor Immich die Dateien überhaupt sieht. SnapRescue macht genau das: es liest die versteckte Datei memories_history, bettet das echte Aufnahmedatum, GPS und zusammengeführte Bildunterschriften in jede Datei ein und schreibt alles in datierte Ordner.
Variante A: normaler Upload
Lassen Sie Ihren Export durch SnapRescue laufen und fügen Sie die geretteten Ordner dann wie üblich zu Immich hinzu: die mobile App, der Web-Uploader, oder immich-cli für Massen-Uploads von einem Server. Da Datum und GPS in jeder Datei eingebettet sind, legt Immich sie am richtigen Tag ab und zeigt sie automatisch auf der Karte. Sonst nichts zu konfigurieren.
Tipp für die Masse: für große Bibliotheken ist immich-cli upload --recursive auf die geretteten Ordner der schnellste Weg. Die eingebetteten Metadaten bedeuten, dass Sie danach keine Datum-Korrektur pro Datei brauchen.
Variante B: externe Bibliothek mit XMP-Begleitdateien
Wenn Sie eine Immich-externe Bibliothek nutzen, bei der Immich einen Ordner mit Originalen scannt, ohne sie zu verändern, aktivieren Sie Auch XMP-Begleitdateien schreiben in SnapRescue. Es legt neben jedem Foto und Video eine passende .xmp mit Datum, GPS und Bildunterschrift ab. Immich liest die Begleitdatei beim Scan neben dem Original, sodass Sie korrekte Metadaten erhalten, ohne die Quelldateien überhaupt zu verändern.
Eines noch: eine XMP-Begleitdatei wird nur neben ihrem Foto oder Video gelesen. Behalten Sie jede .xmp im selben Ordner wie die zugehörige Datei und laden Sie Begleitdateien nicht allein hoch.
Funktioniert genauso für Photoprism, Jellyfin und andere
Alles, was standardmäßige eingebettete EXIF- und QuickTime-Metadaten liest, erkennt diese Dateien korrekt, sodass dieselben geretteten Ordner sauber in Photoprism, Jellyfin, digiKam oder eine einfache datierte Ordnerstruktur auf einem NAS passen. Die Metadaten reisen in den Dateien mit, überstehen also Verschieben und erneuten Import.